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Leverage und Margin Call

Was ist Leverage?

Es wird sie als Privatinvestor vielleicht wundern, dass sie mit kleinen Beträgen von zum Beispiel 2,50 Euro Summen wie 1000 Euro bewegen können, doch wie ist das möglich? Forex arbeitet auf der Basis von Fremd und Eigenkapital und das ist der Schlüssel des Geheimnisses! Damit sie im vorhinein nicht verwirrt werden, weisen wir sie darauf hin, dass der Begriff "Hebelwirkung" genau das gleiche bedeutet und nur die deutsche übersetzung ist.

Die Höhe der verfügbaren Leverage ist von Broker zu Broker abhängig und sie selbst können bei jeden Trade entscheiden, wie hoch sie die Hebelwirkung setzen. Die Sicherheit, die sie bei einem Broker hinterlegen wird Margin genannt.

Nehmen wir an, sie Kaufen ein Währungspaar für 100 US-Dollar mit einer Leverage von 400:1. Das Bedeutet, dass sie 100 US-Dollar einsetzen und der Broker die Vierhundertfache Summe zum Trade zusätzlich hinterlegt. Somit eröffnen sie so einen Trade mit einer Investition von 40.000 US-Dollar! Die Leverage wird immer in einem Verhältniss angezeigt (z.B.: 100:1, 200:1, 400:1).

Das Klingt fürs erste ziemlich gut, doch man muss beachten, dass umso mehr Fremdkapital man einsetzt, umso mehr Risiko hat man, da ein Margin Call einsetzen kann. Den Margin Call werden wir nun erörtern.

Was ist ein Margin Call?

Führen wir den oben begonnen Trade als Beispiel fort. Nehmen wir an, dass der Kurs zwar langfristig steigen wird, aber Kurse, die auch steigen können, sind Schwankungen und Korrekturen ausgesetzt, sodass der Trade auch mal ins Minus fallen kann. Das Problem ist, dass, wenn wir einen Trade haben, wo nur 100 US-Dollar Eigenkapital eingesetzt wird, der Trade auch nur bis zu dieser Summe abgedeckt ist.

Also, selbst wenn der Kurs langfristig steigen würde, aber geringen Kursschwankungen ausgesetzt ist, die angenommen bis über 100 US-Dollar in das Minus fallen, dann tritt der Margin Call ein. Eigentlich ist, das ein Schutzmechanismus, der den Trader davor beschützt, dass er sich bei seinen Broker verschuldet. Bei einer hohen Hebelwirkung muss man immer auf das Risiko achten, dass der Trade geschlossen werden kann, wenn er so weit ins Minus fällt, dass das eingesetze Eigenkapital den Trade nicht mehr abdeckt.

Die meisten Forex-Broker haben automatisch einen Margin Call, doch manche auch nicht - hier muss man wiederum  dass man sich nicht verschuldet. Die Thematik der Leverage und des Margin Calls ist sehr heikel und wird vielfach diskutiert. Der Trader sollte im Demo-Konto ein Gefühl für die behutsamme Einsetzung der Leverage entwickeln und sich erst dann an Leverage-Trades mit echtem Geld heranwagen.

Nochmal zur wiederholung der Begriffe

Margin = die prozentuale Hinterlegungssumme des Eigenkapitals

Leverage = die Hebelwirkung des eingesetzen Fremdkapitals

Margin Call = schließung eines Trades aufgrund Verlustüberschreitung des eingesetzen Eigenkapitals

 

Forex-Risiko: Der Devisenhandel Forex ist mit hohen Risiken und Schwankungen verbunden. Es besteht die Möglichkeit des Verlusts der gesamten Einlage. Seien sie sich aller Risiken des Devisenhandels bewusst. Forex-Tutorial übernimmt keine Haftung für die richtigkeit und aktuallität der Texte. Die Inhalte der Internetseiten von forex-tutorial.at dienen lediglich Ihrer Information und stellen keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf der jeweiligen Finanzinstrumente.

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| Samstag, 24. Februar 2018 |